18.06.2017      Kommentare: 0           

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Da es eine eierlegende Wollmilchsau unter Linux nicht gibt (zumindest habe ich diese noch nicht gefunden), habe ich mir im Laufe der Zeit einen Workflow angeeignet der für mich optimal ist.
Damit komme ich relativ nah an das was Lightroom und Co. unter Windows bieten.

Um es vorweg zu sagen:
Ein Programm welches eine für mich optimale Bildverwaltung und ebenso gute Bearbeitungsfunktion bietet, ist mir bisher nicht vor die Füsse gefallen.
Wie gesagt: die eierlegende Wollmilchsau habe ich nicht gefunden...

Import

Von der Kamera landen die Bilder mittels Digikam auf dem PC. Dazu habe ich mir in Digikam eine entsprechende Voreinstellung gebaut.
Beim Import werden die Bilder dann auch gleich umbenannt.
Hierbei arbeite ich nach folgendem Schema mit mehreren Unterordnern:
ImportOrdner\Jahr\Monat\Tag\

Das sorgt bei mir für eine halbwegs ordentliche Struktur der Bildersammlung.

Verschlagwortung

Die Verschlagwortung nehme ich ebenfalls in Digikam vor - diese finde ich zum aktuellen Zeitpunkt besser als die Verwaltung von Darktable.
Das führt dann mehr oder weniger automatisch dazu, dass Digikam auch mein Verwaltungsprogramm ist.
Entwickelt werden meine Bilder allerdings nicht in Digikam sondern in Darktable.
Darktable erkennt die Verschlagwortung aus Digikam, nicht jedoch gemachte Entwicklungen. Umgekehrt ist es das gleiche Spiel. Entwicklungen aus Darktable sieht Digikam nicht.
Ich sehe also in Digikam quasi die unbearbeiteten Versionen - für eine schnelle Suche spielt das für mich aber keine grosse Rolle.

Entwicklung

Wie oben geschrieben, nutze ich zur Entwicklung Darktable.
Mittels eines LUA Scripts wird beim Start von Darktable automatisch geschaut ob sich neue Bilder im Importordner befinden. Diese werden dann automatisch importiert.
Und zwar mit den in Digikam vorgenommenen Schlagwörtern.

Nachbearbeitung

Wenn überhaupt Bilder nachbearbeitet werden, dann nutze ich für die Nachbearbeitung Gimp.
Ebenfalls per LUA Script werden die Bilder automatisch an Gimp "übergeben".

Nachteile

Der grösste Nachteil ist natürlich, dass ich mit Darktable und Digikam zwei Programme nutze und nicht eines.
Dieser spielt in der Praxis allerdings kaum eine Rolle. Da die Bilder automatisch in Darktable importiert werden, sprechen wir hier über das reine Starten eines Programmes - mehr nicht.

Natürlich wäre es ideal wenn Digikam von den in Darktable gemachten Einstellungen etwas mitbekäme.
Das Problem habe ich allerdings in Windows aus - wenn ich mir z.B. mit Lightroom entwickelte RAWs in Capture One öffne.

Schlusswort



Für mich persönlich sind diese Probleme absolut keine deal breaker. Ich habe nicht den Eindruck, dass mein Workflow unter Linux langsamer geworden ist.
Imzwischen jedenfalls - anfangs hat es natürlich länger gedauert.
Auf eine gewisse Einarbeitungszeit in Darktable sollte man sich einstellen.

 

 




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